San Ricardo

Walhai Beobachtung und Schnorcheln

Die Walhai-Saison

In unserem Tauchgewässer hier fühlen sich die sanften Riesen besonders wohl. Die Walhaie finden wir an unserem Hausriff oder im Umkreis von bis zu 25 Minuten von unserem Dive Resort entfernt. Die Walhaie finden wir meist in der Nähe der Küste nahe der Oberfläche. Hier befinden sich die „Spielplätze“ der Walhaie. Hier auf unserer Insel Panaon  sehen wir mehr jüngere Walhaie von 3 Meter bis zu 8 Metern. Aber auch die größeren Walhaie haben wir hier schon aufgefunden. Es gibt Tage im Jahr, an den wir bis zu 10 Walhaie entdecken. Die Walhaie fühlen sich kaum von uns gestört, da sie ihre Lieblingsbeschäftigung nachgehen, das Plankton zu filtrieren.

Die Begegnung

Die Begegnung mit Walhaien ist zweifellos einer der Höhepunkte für jeden Tauchers. Es gibt einige Taucher, die ihr Leben schon sehr viele Tauchgänge absolviert haben, aber leider nie einen Walhai dabei gesehen haben. Da natürlich alles von der Mutter Natur abhängt ob und wann man einen Walhai begegnet. Das Ganze hängt natürlich auch ein bisschen vom Glück ab. Garantie für die Sichtung der Walhaie gibt es keine. Die Wahrscheinlichkeit hier  bei uns in Panaon ist aber trotz allem sehr hoch, einen Walhai beim Schnorcheln oder sogar beim Tauchen zu sehen.

Die besten Chancen

Ab Oktober haben wir hier schon bereits die ersten Walhaie gesehen, selbst am unserem Hausriff. Wenn man überhaupt von einer Saison der Walhaie sprechen kann, beginnt die in der Regel im Oktober und geht teilweise bis in den August hinein. Das ganze hängt natürlich von Mutter Natur ab, da die Walhaie ja ständig auf der Suche nach Nahrung sind. Zum Glück gibt es hier in der Regel fast das ganze Jahr über Plankton. Ansonsten wären sicherlich die Walhaie nicht hier.

Das Wetter und die Walhaie

Am einfachsten ist es mit unseren „Spottern“ (Walhai-Finder) die Walhaie aufzusuchen, wenn das Meer ruhig ist. Dann sieht das geschulte Auge des Suchers den Fisch, auch wenn sich der Riese noch unter Wasser befindet. Spätestens aber wenn die Flosse oder sogar der ganze Rücken des Riesen aus dem Wasser schaut. Darüber hinaus haben die Sucher Tauchmasken, mit denen sie die Walhaie Unterwasser auffinden. Sollte es Regnen oder sogar Wellig sein, ist die ganze Sache natürlich um einiges schwieriger, aber nicht unmöglich. Da Strömung, Wind und Wellen natürlich eine wichtige Rolle spielen, da diese die Richtung und die Tiefe des Planktons bestimmen. Dies kann sich teilweise innerhalb von Stunden ändern. Dadurch ist es gut möglich, dass die Walhaie sich auch in den tieferen Gewässern also auf „Tauchtiefe“ aufhalten.

Generell

Der Walhai erreicht eine Gesamtlänge von 15 bis 18 m und ein Gewicht von bis zu 12 Tonnen. So gilt er als der größte lebende Fisch in der Welt von heute. Der längste gemessene Walhai war 13,75 Meter lang. Der Körper ist riesig und stark gebaut, der Kopf ist breit und stumpf mit einem großen endständigen Maul (übrigens der einzige Hai). Die kleinen Zähne – etwa 3.600 an der Zahl – sind in engen Reihen angeordnet und mit ihren Spitzen nach hinten gerichtet. Die Kiemenspalten sind sehr groß Die Schwanzflosse ist kraftvoll, und sollte beim Schnorcheln oder Tauchen mit den Riesen mit respektvollem Abstand betrachtet werden. Der Rücken und die Flanken sind grau, bräunlich oder bläulich mit zahlreichen runden, weißen und gelben Streifen und punktieren. Der Bauch ist hell gefärbt.

Nahrung

Der Walhai ist ein Fisch, welcher seine Nahrung filtriert. Er ist einer von nur drei bekannten Hai-Arten (zusammen mit dem Riesenhai und dem Mega-Mund Hai) welcher seine Nahrung filtert. Er ernährt sich von Makroalgen, Plankton, Krill, Weihnachtsinsel-Krabben-Larven. Ausserdem frisst er kleinen Fische und von den Wolken aus Eiern und Spermien während der Massenlaich-Saison der Fischschwärme. Die vielen Reihen von Restzähnen spielen keine Rolle beim Fressen. Das Fressen erfolgt entweder durch Staufiltration, in dem das Tier seinen Mund öffnet und dabei vorwärts schwimmt, dabei schiebt der Walhaie sich des Wassers und deren Nahrung in den Mund. Oder durch aktive Absaugung, in dem er den Mund öffnet und schließt und dabei saugt er Mengen von Wasser ein, die er dann wieder durch die Kiemen ausstößt. In beiden Fällen dienen Filtermatten um die Nahrung aus dem Wasser zu trennen. Diese einzigartigen, schwarzen Siebe, ähnliche Strukturen gibt es vermutlich auch bei den Kiemenrechen. Die Nahrung trennt der Walhai durch Querstromfiltration, er lässt das Wasser dazu nahezu parallel zu den Filterkissen an der Oberfläche laufen, nicht aber senkrecht, nicht bevor es nach außen geht. Während die dichteren Teilchen weiter hinten im Hals sitzen. Dies ist ein äußerst effizientes Filtrationsverfahren, die die Verschmutzung der Filterkissenoberfläche minimiert. Walhaifische wurden schon beim „Husten“ beobachtet, es wird angenommen, dass dies ein Verfahren ist  zum Lösen einer Ansammlung von Partikeln von den Filtermatten. Walhaie wandern stetig, um sich zu ernähren. Der Walhai ist ein aktiver Fisch, zielkonzentriert auf Plankton oder kleinen Fisch.

Reproduktion

Weder die Paarung noch Population der Walhaie sind bis heute beobachtet worden.

Die Obduktion von einem weiblichen Walhai im Juli 1996, die Schwanger mit 300 Jungfischen war, zeigt, dass die Walhaie ovovivipares sind. Die Eier bleiben im Körper und die Weibchen gebären lebende Junge, die 40 bis 60 Zentimeter (16 bis 24 Zoll) lang sind. Es gibt Hinweise darauf, dass die Jungfische nicht alle auf einmal geboren werden, sondern eher, dass die Weibchen das Sperma für einen langen Zeitraum behält und damit stetig ihre Eizellen befruchtet.  Es wird angenommen, dass sie die Geschlechtsreife mit rund 30 Jahren erreichen und die Lebensdauer ist schätzungsweise 70 bis 100 Jahre.

Am 7. März 2009 entdeckten Meeresforscher auf den Philippinen, das kleinste lebende Exemplar eines Walhais. Die junge Hai, von nur 38 Zentimetern (15 Zoll), wurde mit dem Schwanz an einem Pfahl angebunden an einem Strand in Pilar, Philippinen, gefunden. Er wurde aber anschließend befreit. Basierend auf dieser Entdeckung,  glauben einige Wissenschaftler nicht mehr, dass dieser Bereich nur ein Futterplatz ist, sondern es kann auch sein, dass dort die Geburt der Walhaie stattfindet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.